Konzept


 Im Kinder- und Jugendunterricht

1. Mit dem vierbeinigen Teampartner auf Augenhöhe:

Ponys, die der Größe der Kinder entsprechen und die sie auch im Verhalten nicht überfordern. So lernen auch jüngere Kinder, vieles selbst zu tun. Daran wachsen Selbstvertrauen und Stolz auf sich selbst. Der Umgang und das Reiten sind so nicht nur sicherer, sondern für die Kinder auch spürbar mit Erfolg verknüpft – „Ich kann das jetzt schon alleine“.

 

2. Mit dem zweibeinigen Teampartner auf Augenhöhe:

Akzeptanz und Toleranz ergeben sich bei Teamspielen fast von selbst. Die Kinder sind sehr empfänglich für das Prinzip, dass jeder etwas anderes besonders gut kann und sich mit dieser Fähigkeit einbringen kann. Kein Konkurrenzdenken sondern gemeinsames, strategisches Überlegen, wie sich die einzelnen Fähigkeiten für das jeweilige Reiterspiel besonders gut kombinieren lassen, führt zum Erfolg. Unerheblich ist es, ob der Teampartner beispielsweise ein Handicap oder einen anderen kulturellen Hintergrund hat – die gemeinsame Liebe zum Pferd/ Pony und das gemeinsame Ziel lassen Barrieren verschwinden.   

 

3. Reitlehrer und Kinder auf Augenhöhe: Kinder haben oft ein feines Gespür dafür, wenn sie von oben herab behandelt werden – mag es auch noch so nett gemeint sein. Kinder sind keine „unfertigen Erwachsenen“ sondern wollen in ihrer jeweiligen Entwicklungsphase ernst genommen werden. Ihre Ideen, ihre Wünsche und ihre Fähigkeiten werden in das Unterrichtsgeschehen eingewoben. Ein pädagogischer Ansatz im Reitunterricht muss nicht zwangsläufig ein „Pädagogischer Zeigefinger“ bedeuten – er beinhaltet lediglich das ganzheitliche Fördern über rein mechanisches Reiten lernen hinaus.

 

In der Ausbildung und dem Training von Ponys und Pferden

1. Unsere Ausbildung geht davon aus, dass das Pferd als sozial eingestelltes Wesen grundsätzlich willens ist, mit uns Kontakt aufzunehmen und zusammen zu arbeiten. Daher ist Gewalt aller Art in der Ausbildung nicht nur unschön, sondern auch völlig unnötig. Zu Gewalt zählen auch jegliche Zwangsmittel, die über die einfache Ausrüstung hinausgehen. Wir orientieren uns bei der Ausbildung und dem Training an der Sprache der Pferde und bieten ihnen eine Brücke zur Kommunikation mit dem Menschen an. Klappt es mit der Verständigung ist der nächste Baustein für das Pferd das Verstehen der Aufgabe und das Erlangen der körperlichen Fähigkeit um sie auszuführen. Der Faktor Zeit spielt dabei eine große Rolle: Unter Zeitdruck lernt es sich schlecht, weshalb wir jungen Pferden viel Zeit lassen und ihnen auch immer wieder die nötigen Pausen gewähren.

 

2. Besonderheit Kinderpony und Schulpferd: Besondere Anforderungen werden an Ponys und Pferde mit wechselnden Reitschülern gestellt. Wir schulen bevorzugt Ponys mit tierschutzrelevanter Vergangenheit oder mit leichten Handicaps zu zuverlässigen Lehrponys um. Wenn sie bei ihrer neuen Aufgabe aufblühen, sind wir auf dem richtigen Weg. Jegliche Überforderung wird vermieden, bei uns geht kein Pony täglich mehrere Reitstunden. Dafür haben alle einen festen Herdenverband, der Sicherheit gibt sowie Luft, Licht und Bewegungsmöglichkeiten.

 

Kernstück Bodenarbeit

 Sowohl in der Ausbildung von Ponys und Pferden wie auch im Kinder- und Jugendunterricht ist die sogenannte „Bodenarbeit“ ein zentraler Baustein. Hier findet ein intensives „Gespräch auf Augenhöhe“ statt. Ziel aller Übungen vom Boden aus ist eine sich leicht und verlässlich anfühlende Verständigung zwischen Mensch und Pferd – egal welchen Alters und auf welchem Ausbildungsstand befindlich.

 

Fehler zulassen

Niemand kommt perfekt auf die Welt. Fast alles muss erlernt werden und kaum jemals findet Lernen ohne Fehler statt. Wenn man Fehler als Chance begreift, beim nächsten Versuch darüber hinaus zu wachsen, etwas zu vermeiden, etwas anderes zu verändern und dann schließlich erfolgreich zu sein, ist man ein ganzes Stück gewachsen.